Wie ist die Strategie der hwg?

In Berlin gehen Bürgerinnen und Bürger für die Enteignung von Wohnungsunternehmen auf die Straße, Medien berichten regelmäßig über den „Mietenwahnsinn“ in deutschen Großstädten, aber auch in immer mehr mittleren Gemeinden. Vor diesem Hintergrund haben wir für Sie einige Informationen zur Mietenstruktur der hwg zusammengestellt.

Wenn Sie schon länger Mitglied und Mieter sind, wissen Sie, dass auch wir regelmäßig die Miete, bei uns als Genossenschaft heißt das „Nutzungsgebühr“, anpassen. Zum einen ist ein Inflationsausgleich erforderlich. „Zum anderen brauchen wir aber entsprechende Einnahmen, um unsere Gebäude gut instand zu halten und auch zu modernisieren, wenn erforderlich“, erläutert Dr. David Wilde, Vorstandsvorsitzender der hwg.

Auch das soziale Engagement der hwg sei ohne entsprechende Einnahmen nicht möglich. „Wichtig dabei ist aber, dass wir maßvoll vorgehen. Wir schöpfen die mietrechtlichen Spielräume nicht aus. Denn das sind wir unseren langjährigen Mitgliedern ebenso schuldig“, so Wilde. Die durchschnittliche Anpassung der Mieten liegt mit 1 bis1,5% unter der Lohn- und Rentenentwicklung.

Rund 2.900 der ca. 3.500 frei finanzierten Wohnungen der hwg liegen unter dem Mietspiegel. Im Fall einer neu errichteten oder umfassend modernisierten Wohnung kann die Miete allerdings auch über dem Mietspiegel liegen. Die Graphik zeigt einen interessanten Überblick: während sich aus dem aktuellen Hattinger Mietspiegel ein Durchschnittswert für die hwg Wohnungen von 6,24 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete ergeben würde, liegt der Durchschnitt der hwg-Mieten aktuell bei 5,85 Euro, somit ca. 6% unterhalb der möglichen Miete. Die Durchschnittsmiete in GesamtNRW liegt bei 7,22 €.