Strategie für die Zukunft

Die Natur für künftige Generationen zu erhalten, ist nicht weniger als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Unternehmen müssen sich deshalb die Frage stellen, welchen Beitrag sie dazu leisten können, ressourcenschonend und nachhaltig zu arbeiten. Wohnungsunternehmen bilden da keine Ausnahme.

Das Thema Umweltschutz steht bei der hwg schon länger ganz oben auf der Tagesordnung – als Leser der herrlichwohnen wissen Sie, dass wir unter anderem immer wieder Projekte mit dem Naturschutzbund Deutschland, NABU, umsetzen. Und auch bei unserem neuen Projekt steht uns Thomas Griesohn-Pflieger, der Gründer der Hattinger Ortsgruppe des Naturschutzbundes, beratend zur Seite. Gemeinsam mit einem weiteren externen Experten arbeiten wir an einer Nachhaltigkeitsstrategie für die hwg.

„Als Genossenschaft legen wir jährlich Rechenschaft über unsere Tätigkeit ab, aber nicht in Bezug auf die Nutzung von Luft und Boden. Dabei ist doch die Natur Basis unseres Lebens“, beschreibt Erika Müller-Finkenstein, Vorstand der hwg, den Ist-Zustand. „Deshalb wollen wir für uns eine selbstverpflichtende Strategie entwickeln, die konkrete Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit beinhaltet. Darauf haben unsere Mitglieder ein Recht.“ Bereits in der Vergangenheit hat die hwg große Schritte in Richtung mehr Nachhaltigkeit gemacht: Durch die Modernisierung der Gebäude der Südstadt konnten die Co2-Emmissionen und der Energieverbrauch um rund 50% gesenkt werden. Der Einsatz erneuerbarer Energien, wie beispielsweise Geothermie oder Photovoltaik, war hierbei von großer Bedeutung. Die hwg verpachtet zudem im Rauendahl Dachflächen für grünen Strom, hat großflächig Wildwiesen angelegt und auch schadstoffarme Baumaterialien werden eingesetzt. „Aber wir wollen noch mehr tun“, ergänzt Dr. David Wilde, Vorstandsvorsitzender der hwg. „Wir suchen neue Technologien und innovative Partner, die uns unterstützen können. Auch die Mitglieder wollen wir mit ihrem Know-how einbeziehen.“ Stichwort Bauprodukte: „In Zukunft könnten wir zum Beispiel dazu übergehen, beim Abriss von Gebäuden Baumaterial zu recyceln – auch das wäre nachhaltig.“

Ideen gibt es bereits viele: Regenwassernutzung etwa für WC-Spülungen und die Bewässerung von Grünanlagen oder die Vernetzung aller Mieter, um die gemeinsame Nutzung von Autos und größeren Werkzeugen möglich zu machen. Die Art der Bepflanzung kann im wahrsten Sinne für ein besseres Klima der Quartiere, für eine bessere Durchlüftung sorgen. Auch „Urban Gardening“ und Fahrradgaragen sind Ideen, die bereits auf dem Zettel stehen. „Bei all dem müssen wir aber natürlich auch auf das Geld schauen. Unsere Mitglieder können sicher sein, dass wir mit Augenmaß an die neuen Ideen gehen werden“, unterstreicht Dr. David Wilde. „Wir sind davon überzeugt, dass sich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit nicht ausschließen.“